Tag 24

24. September 2018 Die erste, die wach ist, bin ich. Sieben ist meine Stunde. Wäre die Schichtarbeit nicht, wäre das meine natürliche Zeit. Also raus, warm angezogen und zum Bäcker. Schön ist es, als ich aus der Tür trete Zerfetzter Regen Der Wind trägt Wolken davon Still steht der Reiher Ich genieße den Dorffrieden –…

Tag 23

23. September 2018 Wieder unspektakulär dieser Tag. Darin ergehen sie sich sehr gut, diese Tage, und es wird schwer, sich zu erinnern, weil sie die kleinen Worte, Dinge, Klänge, Bilder nicht speichern können. Darin sind sie groß, diese Tage. Die Einkehr hat Auskehr. Geschlossene Gesellschaft. Wir stehen im Regen. Die ausgeschlossene Gesellschaft. Wir frieren. Es…

Tag 21

21. September 2018 Wieder und wieder versuche ich zu schreiben – über Crostwitz, die Pilgeroase, Maria, Monika, Marry, Peter, die Gruppe Stöcker, das Abendbrot, Kartoffeln, Quark, Tomatensalalt, Lieder, Singen, Sorbisch… Das kann ich nicht in Worten wiedergeben. Vielleicht braucht dieser Tag Zeit, bis er erzählt werden kann… Möglich aber auch, der Zauber bleibt im Schweigen…

Tag 20

20. September 2018 Die Welt trifft sich in Chrostwitz. In der Pilgeroase von Maria und Monika. Mehr kann ich zu diesem Tag nicht schreiben. Einfach großartig.

Tag 19

19. September 2018 Zum gestrigen Abend gesellte sich Marry zu uns. Wir trafen sie bereits in Görlitz in der Herberge. Marry ist eine ältere Dame aus Neuseeland. Sie ist alles andere als athletisch. Doch sie läuft allein den Ökumenischen Pilgerweg, durch ein Land, das sie nicht kennt und deren Sprache sie nicht mächtig ist. So…

Tag 18

18. September 2018 Aufbruch in Melaune zum Frühstück in den kleinen Einkaufsmarkt. Ich nenne ihn Konsum und das tue ich liebevoll. Denn so werden wir zum Frühstück begrüßt. Es gibt Brötchen, Käse, Wiener Würstchen und auch Kaffee wird uns gekocht. Die Minibierzeltgarnitur dürfen wir aus dem Konsuminneren ins Freie tragen. Wir frühstücken auf der Flurwiese…

Tag 17

17. September 2018 In Görlitz immer den Schienen folgen, dann und immer… gen Westen. Straßen. Felder. Wald. Walnusstaschenaschenbecher. Bergauf. Eine Suppe lockt uns den Hochstein hinauf. Die Suppe bleibt uns verschlossen. Nüsse, Brot und Wasser landen vom Rucksack auf dem Baudetisch. Bergab. Ist ja nur noch… ein paar blaue Flecken von da, ein paar Blasen…

Tag 16

16. September 2018 Sieht alles aus wie Zuhause. Kiefernwälder. Nein, guck mal, hier geht es bergab, da bergauf. Wir schauen mal auf der einen, mal auf der anderen Seite aus dem Fenster. Der Zug entfernt uns ganze zwei Stunden, aus dem, was wir Alltag nennen. Wir verstehen, was die Menschen sich hier erzählen. Sie verstehen…

Tag 14 + 15

14. September 2018 Die Vermaisung schlängelt sich in endloser Lastkraftwagenkarawane über die betonierten Schneisen durch die Landschaft. Wir sind Teil dieser Karawane. Wir sind die Ursache. Die Karawane unsere Wirkung, unser Wirken. Kein Werk, dass zu Stolz Anlass gibt. Unsere Passage endet heute im bewährten Rückreiseübergangshafen. An der Seespitze. 15. September 2018 Die letzten Kilometer…

Tag 13

13. September 2018 Ein weiterer autofreier Reisetag. In trauter Zweisamkeit zweiradeln. Eine Runde um die Kurstadt. Regen. Regen ist schön. Ein Gradierwerk stünde Bad Freienwalde wirklich gut zu Gesicht. Ansonsten steht es in nichts zurück hinter den hiesigen Kurorten. Gut, alles ist in Bad Freienwalde, Bad Saarow Co. und so ein wenig kleiner als hier…