Tag 27

27. September 2018

Die Füße müssen heute nur von Steig zu Steig steigen. Bahnsteige. Straßenbahn. S-Bahn. Regio. Treppauf. Treppab. Bevor wir in die Steigungen des Tages einsteigen, frühstücken wir in einem Einkaufszentrum. Mir bleibt das halbe Brötchen im Hals stecken. Ich kann nichts mehr zu mir nehmen. Der Appetit der andern ist ungestillt. Die Frage nach Wegzehrung steht im Raum. Ich sage nein. Dabei bleibt es. Gemeinsam füllen wir noch ein Los aus. 6 aus 49. Volker ist auf Weg nach Merseburg. Er will sich einen Traum erfüllen – auf der Empore nächtigen. Zuhause packe ich Schokolade, Erdnussflips und Oliven aus. Reisereste, die niemand mehr wollte. Zerdrückt, zermatscht, angegessen. Ich werfe das Präteritum in den Müll, weil auch in mir kein Platz mehr ist für abgelebte Schoki, Flips und Oliven.

Jetzt ein heißes Bad! Es brennt an den wunden Ballen. But so what. I’m home. So great. Für den Anfang. Abtauchen. Stille. Später. Viel später werde ich die Sedimente dieser Reise vom Grund der Stille herauf holen.

Am Abend whatsappt Volker einige Bilder. Er hat seinen Traum verwirklicht. Während ich die Bilder betrachte rührt sich in mir ein neuer Pilgertraum.

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